Myrtenbonsai - Floßform
Aktualisiert: Samstag 12.05.2012
Diese Gestaltungsform orientiert sich an umgestürzten Bäumen, deren Wurzeln noch genügend im Erdreich verblieben sind, so dass die einzelnen Äste weiterwachsen und im Laufe der Zeit Stämme bilden. Dadurch wird aus dem ehemaligen Einzelbaum eine kleine Baumgruppe.
Erstgestaltung - Beschreibung und Skizzen
Um diese Form zu gestalten, wählt man eine gut verzweigte Jungpflanze (Bild 1), bei der man alle Äste auf einer Seite direkt am Stamm entfernt (Bild 2). Danach wird der Baum auf die Seite gelegt und die Spitze nach oben gebogen (Bild 3). Die Anzahl der verbliebenen Äste sollte ungerade sein. Anschließend wird der Stamm an der Unterseite an mehreren Stellen eingekerbt. Alle Kerben und die Schnittstellen der Äste werden mit Bewurzelungshormon behandelt und in feuchtes Sphagnum-Moos gepackt. Nachdem der Wurzelballen an der jetzigen Oberseite etwas eingekürzt wurde, kann der Baum so in eine Schale gepflanzt werden, dass der gesamte Stamm einige Zentimeter mit Erde bedeckt ist (Bild 4). Wenn sich nach einigen Monaten an den Schnittstellen neue Wurzeln gebildet haben, kann der Stamm vorsichtig freigelegt werden. Später, wenn man den Baum in eine flachere Schale umtopft, wird der alte Wurzelballen weiter reduziert.
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| Bild 1 |
Bild 2 |

Bild 3

Bild 4
Fotos
Im Sommer 2003 begann ich, eine Myrtenpflanze wie oben beschrieben zur Floßform umzugestalten. Von den Anfängen existieren leider keine Bilder. Das erste Foto zeigt die Pflanze im September 2006, kurz nachdem sie erstmalig umgetopft und in eine flache Bonsaischale gesetzt wurde.
18.09.2006

10.04.2011 - vor dem Formschnitt

10.04.2011 - nach dem Formschnitt (Höhe: 27 cm)

29.11.2011

12.05.2012

12.05.2012
aktuelles Foto: 12.05.2012

12.05.2012
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