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Myrten in Büchern und Herbarien

Botanische Beschreibungen der Myrte und deren Verwendung im Alltag und in der Medizin finden sich zahlreich in der Literatur. Im Folgenden sind einige interessante historische Werke aufgeführt, die auch online verfügbar sind. Sollten Sie weitere entsprechende Literatur kennen, können Sie diese gern über das Kontaktformular mitteilen.


Pedanios Dioscurides (1. Jahrhundert), griechischer Arzt und berühmteste Pharmakologe des Altertums, beschreibt in seiner „Arzneimittellehre“ (Materia Medica) sowohl die Pflanze selbst als auch daraus hergestellte Produkte sowie deren medizinische Anwendung. Unter www.heilpflanzen-welt.de befindet sich die Online-Version der deutschen Übersetzung von Julius Berendes aus dem Jahre 1902.


In der von Joachim Camerarius dem Jüngeren 1590 herausgegebenen deutschen Ausgabe des „Kreutterbuch“ vom italienischen Arzt und Botaniker Pietro Andrea Mattioli (1501 – 1577) finden sich neben ausführlichen Beschreibungen auch mehrere farbige Zeichnungen verschiedener Myrtenpflanzen.
Die Universität Strasbourg hat eine Online-Version dieses Werkes zur Verfügung gestellt:


Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1755 – 1843), deutscher Arzt und Begründer der Homöopathie, erwähnt die Myrte in seinem „Apothekerlexikon“ von 1793 – 1798, ebenfalls zu finden auf www.heilpflanzen-welt.de.


In dem Buch „Liebesmittel – Eine Darstellung der geschlechtlichen Reizmittel (Aphrodisiaca)“ von  M. Hirschfeld und R. Linsert (1930) wird die Myrte als Aphrodisiakum beschrieben; veröffentlicht unter www.heilpflanzen-welt.de/medizin/liebesmittel/aphrodisiakum-122.htm.


Myrten in Herbarien

HerbariumIn zahlreichen Herbarien in aller Welt befinden sich ebenfalls getrocknete, gepresste und zum Teil ausführlich beschriebene Myrtenpflanzen bzw. Pflanzenteile. Einige dieser Herbarien sind online zu betrachten. Auch hier können Sie gern weitere Internetquellen über das Kontaktformular melden.

Das „Herbar Ratzenberger“ ist das zweitälteste erhaltene Herbarium Europas. Es wurde von dem Naumburger Arzt und Apotheker Caspar Ratzenberger (1533 - 1603) zwischen 1555 und 1592 angefertigt und befindet sich heute im Naturkundemuseum im Ottoneum in Kassel, wo es unter Glas betrachtet und an einem Bildschirm virtuell durchgeblättert werden kann. Es enthält in drei Bänden mehr als 700 Pflanzen, darunter auch zwei Exemplare von Myrtus communis. Weitere Informationen dazu sowie zur „Schildbachschen Holzbibliothek“ finden Sie im Beitrag „Myrten im Naturkundemuseum in Kassel“ auf diesen Seiten.
(© Foto rechts: Naturkundemuseum im Ottoneum in Kassel )



Im Herbarium von Carl von Linné, schwedischer Naturforscher und Begründer der modernen botanischen und zoologischen Taxonomie, welches im Schwedischen Museum für Naturgeschichte in Stockholm aufbewahrt wird, befinden sich mehrere gepresste Myrtenpflanzen.

Die Universität von Cambridge betreibt die Website www.darwinsbeagleplants.org. Dort sind Abbildungen aus Charles Darwins Herbarium, dessen Original sich in der Universität von Cambridge befindet, veröffentlicht. Dabei handelt es sich um die von Darwin auf seiner Expedition mit der HMS Beagle von 1831 bis 1836 gesammelten Proben von ca. 2700 Pflanzen. Darunter befinden sich auch 8 Arten der Myrtengewächse:

 

 

 

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