| Geohumus® |
| Geschrieben von: Jens Rathcke | |
|
Dienstag, den 18. Mai 2010 Aktualisiert am Freitag, den 16. Juli 2010 |
|
|
Myrten sind sehr empfindlich gegenüber Ballentrockenheit. Ein völlig ausgetrockneter Wurzelballen kann bereits innerhalb weniger Stunden zum Absterben der Pflanze führen. In ihrer natürlichen Umgebung graben Myrten ihre Wurzeln tief in den Untergund, um auch in trockeneren Gegenden an Wasser zu gelangen. Dies ist in Pflanzkübeln und Bonsaischalen nicht möglich. Deshalb ist ausreichendes Gießen unerlässlich. Staunässe ist aber ebenso zu vermeiden, da es sonst zu Wurzelfäule kommen kann.
Geohumus® im Bonsai-Bereich Für die Anwendung im Bonsai-Bereich sind einige zusätzliche Hinweise zu beachten. Zunächst gibt man etwa 10 Gramm Geohumus®-Granulat in 1 Liter fertiges Bonsai-Substrat und mischt alles gut durch. Diese Mischung wird, je nach Schalengröße, einige Zentimeter hoch über die Drainageschicht eingefüllt. Darauf kommt dann der Wurzelballen der Pflanze. Beim weiteren Auffüllen verwendet man Erdmischung ohne Geohumus®-Zusatz. Lediglich einige wenige Flockes des Granulats können mit eingefüllt werden. Die oberen 2-3 Zentimeter dürfen kein Geohumus® enthalten, da dieses beim Aufquellen aus der Deckschicht herausragen und damit die Optik stören würde. Außerdem hat es an der Oberfläche keinen Nutzen für die Wurzeln der Bonsaipflanze. Abschließend wird wie üblich ausgiebig gewässert, bis das Wasser aus den Abzugslöchern der Bonsaischale austritt. Durch den Einsatz von Geohumus® wird die Wasserspeicherkapazität des Substrates erhöht, ohne Staunässe zu bilden. Die Gießabstände verlängern sich, was besonders im Sommer oder bei Abwesenheit einen deutlichen Vorteil, speziell bei empfindlichen Pflanzen wie der Myrte, darstellt.
Durch die Verwendung von Geohumus® als Zusatz kam es nach dem Umtopfen trotz Sonnenscheins zu keinen hängenden Triebspitzen, wie es bei Myrten nach dem Umtopfen in herkömmliches Substrat oft innerhalb der ersten Tage auftritt.
Untersuchung der Wirksamkeit von Geohumus® Um die Wirksamkeit von Geohumus® zu untersuchen, wurden bei zwei vergleichbaren Myrtenbonsai am gleichen Standort, von denen einer in Substrat mit Geohumus®-Zusatz und einer ohne Zusatz steht, Gießintervalle und Gießmenge über einen Zeitraum von 6 Wochen protokolliert. In den unten abgebildeten Diagrammen sind jeweils die über den untersuchten Zeitraum gebildeten Mittelwerte dargestellt. Dabei zeigt sich deutlich eine Verlängerung der Gießintervalle im Vergleich zur Pflanze ohne Geohumus® sowie eine Verringerung der Gießmenge.
Weiterhin lässt sich bei der Pflanze mit Geohumus® ein stärkerer Längenzuwachs des Neuaustriebes nach dem Rückschnitt registrieren. Das Diagramm zeigt die durchschnittliche Länge der Triebspitzen am obersten Astpolster beider Bonsai 4 bzw. 6 Wochen nach dem Rückschnitt. Auch auf den beiden Fotos darunter ist der Unterschied deutlich zu erkennen.
|















Kommentare