Madeiras exponierte Lage im atlantischen Golfstrom führt zu einem äußerst milden Klima mit nur geringen Schwankungen. So liegen die Durchschnittstemperaturen im Winter nachts bei 13°C und tagsüber bei 19°C. Im Sommer sind es nachts 19°C und tagsüber 26°C. Zusammen mit der ausreichend vorhandenen Feuchtigkeit ermöglicht dies das prächtige Gedeihen einer üppigen Vegetation sowie zahlreicher tropischer und subtropischer Pflanzen, so auch vieler Myrtengewächse.
Die Brautmyrte - Myrtus communis - wächst sowohl als Zierpflanze in den Parks und Gärten der Insel als auch an einigen Stellen verwildert. Fotos können unter "Kulturpflanzen" und "Wildpflanzen" betracht werden.
Der häufigste Vertreter der Myrtengewächse auf Madeira ist der Eucalyptus.
Rund um die Insel wachsen an den Berghängen, vor allem an der Südseite in 500 bis 1000 Meter Höhe, mehr oder weniger große Wälder von Eucalyptus globulus, die durch Aufforstungen in den 1930er Jahren entstanden sind, um die Erosion einzudämmen. Das Holz dieser Bäume wird in der Papierindustrie auf dem portugiesischen Festland verwendet, und aus den Blättern wird Eucalyptusöl gewonnen. [28]
In den vielen Parks und Gärten gibt es außerdem zahlreiche Einzelexemplare anderer Eucalyptus-Arten dieser umfangreichen Gattung (siehe unten).
Ebenfalls häufig anzutreffen sind verschiedene Arten des Zylinderputzers (Callistemon), der als Strauch oder Baum in Vorgärten, Parks oder entlang der Straßen in den Städten wächst (einzelne Arten siehe unten).
Der dritte häufige Vertreter der Myrtengewächse ist die Surinamkirsche oder Pitanga - Eugenia uniflora, die in vielen Gärten als Nutzpflanze angebaut wird. Die Früchte sind nicht lange haltbar und daher nicht für den Export geeignet. Deshalb werden sie von den Einheimischen überwiegend zum Eigenbedarf verwendet oder in geringen Mengen auf den Märkten zu hohen Preisen angeboten. [28]
Außer diesen in großer Zahl anzutreffenden Vertretern gibt es in Parks, Botanischen Gärten, Privatgärten, Hotelanlagen oder teilweise auch verwildert noch eine Reihe von mehr oder weniger häufigen bzw. einzelnen Exemplaren, von denen einige nachfolgend aufgeführt werden.
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Acca sellowiana - Botanischer Garten, Funchal

Agonis flexuosa - Palheiro Gardens

Callistemon citrinus - Jardim Muncipal, Funchal

Callistemon rigidus - Parque de Santa Catarina, Funchal

Callistemon viminalis - Quinta Splendida, Caniço

Corymbia citriodora - Parque de Santa Catarina, Funchal

Eucalyptus ficifolia - Palheiro Gardens

Eucalyptus globulus - Jardim da Serra
Die riesigen Eukalyptusbäume sollen 1772 vom britischen Seefahrer James Cook gepflanzt worden sein.

Eucalyptus sideroxylon - Parque de Santa Catarina, Funchal

Eugenia uniflora - Botanischer Garten, Funchal

Eugenia uniflora - Früchte auf dem Markt

Leptospermum citratum - Jardins do Imperador

Leptospermum scoparium - Jardins do Imperador

Melaleuca styphelioides - Palheiro Gardens

Melaleuca viminea - Botanischer Garten, Funchal

Metrosideros excelsa - Palheiro Gardens

Myrciaria cauliflora - Botanischer Garten, Funchal

Myrtus communis - Quinta Splendida, Caniço

Psidium guajava - Quinta Splendida, Caniço

Psidium guineense - Quinta Splendida, Caniço

Syncarpia glomulifera - Palheiro Gardens

Syzygium australe - Botanischer Garten, Funchal

Syzygium jambos - Palheiro Gardens

Syzygium malaccense - Parque de Santa Catarina, Funchal

Ugni molinae - Botanischer Garten, Funchal
Agonis flexuosa: Palheiro Garden



