Gestaltungstechniken

Eine der wichtigsten und am häufigsten angewendeten Bonsai-Gestaltungstechnik ist das Schneiden der Äste und Zweige, um die Form des Baumes zu verbessern oder zu erhalten. Zum Schneiden wurde u.a. in folgenden Beiträgen bereits Einiges geschrieben:


Zu Beginn der Gestaltung eines Bonsai sind allerdings außer dem Schneiden noch weitere Maßnahmen nötig, um zunächst die Äste und Zweige in die gewünschte Form zu bringen. Die dazu meist angewendete Technik ist das Drahten der Äste. Dabei wird der Ast vorsichtig mit Kupfer- oder Aluminiumdraht umwickelt und anschließend in die entsprechende Richtung gebogen. Dabei muss der Draht möglichst gleichmäßig und eng anliegend gewunden werden, ohne jedoch die Rinde zu verletzen. Bei empfindlichen Pflanzen kann der Ast zum Schutz zuvor mit Bast umwickelt werden. In der Folgezeit muss man regelmäßig kontrollieren, dass der Draht nicht in die Rinde einwächst und ihn rechtzeitig wieder entfernen. Das Einwachsen würde einerseits unschöne Narben hinterlassen und andererseits sogar den Ast zum Absterben bringen, falls es zu tief ist. Ausführliche Anleitungen finden sich in der entsprechenden Fachliteratur.

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Auch bei Myrten kann man die Methode des Drahtens anwenden. Allerdings gibt es hier einige Besonderheiten. Die Äste der Myrte sind recht spröde und brechen leicht. Deshalb sind Korrekturen an dickeren Ästen schwierig und müssen gegebenenfalls in mehreren Schritten erfolgen. Das langsame Dickenwachstum der Myrte erfordert ein relativ langes verbleiben des Drahtes. Trotzdem muss auch hier regelmäßig kontrolliert werden, damit es nicht zum Einwachsen in die Rinde kommt. Ein frühzeitiger Beginn an noch dünnen und biegsamen Ästen ist von Vorteil.

Myrten bilden ein sehr filigranes und stark verzweigtes Geäst aus. Beim Anbringen des Drahtes ist daher Vorsicht geboten, dass keine Nachbarzweige verletzt und keine Blätter mit eingewickelt werden.

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Eine alternative Methode ist das Herunterbinden der Äste mit Draht oder Bast. Dazu ist zuvor eine stabile Drahtschlaufe im Wurzelbereich der Pflanze anzubringen, die man sicher am Schalenboden verankert. Muss das Abspannen sehr straff erfolgen, so sollte man den Befestigungspunkt am Ast mit einer Gummiunterlage schützen. Auch hier sollte man sehr vorsichtig vorgehen, damit der heruntergebogene Ast nicht bricht und regelmäßig die Befestigungsstelle des Drahtes prüfen, dass dieser nicht einwächst.

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An sehr dünnen Zweigen sind beide bisher genannten Methoden schwierig anzuwenden. Dort empfiehlt sich das Herunterbinden dadurch, dass kleine Gewichte an den Zweigen befestigt werden. Diese Art der Formung hat auch in den Ursprungsländern der Bonsai-Kunst eine lange Tradition. Dort werden meist Steine oder Sandsäckchen zum Beschwerden verwendet. Bei den zarten Zweigen der Myrte haben sich Unterlegscheiben, die an S-förmig gebogene Häkchen gehängt werden, als leicht zu dosierende Gewichte bewährt.

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