Myrten auf den Azoren

Der fruchtbare vulkanische Boden sowie das gleichmäßig milde und feuchte Klima mitten im Atlantik lassen auf den Inseln der Azoren eine vielfältige Vegetation üppig gedeihen. Neben der ursprünglichen Flora mit vielen endemischen Pflanzen wachsen hier auch zahlreiche vom Menschen eingeführte Arten, darunter auch einige Myrtengewächse. Die folgenden Beschreibungen und Bilder beziehen sich auf die drei von uns besuchten Inseln São Miguel, Flores und Faial.

Eine der am häufigsten anzutreffenden Arten ist der Eisenholzbaum (Metrosideros excelsa, Syn. Metrosideros tomentosa), der das Bild vieler Straßen und Plätze in den Ortschaften der Inseln prägt. Auf dem Campo de São Francisco in Ponta Delgada auf São Miguel steht ein beeindruckendes Exemplar. Der rund 150 Jahre alte und ca. 15 Meter hohe Baum hat in einem Meter Höhe einen Stammumfang von 7 Metern und einen Kronenumfang von ca. 70 Metern. Die gewaltigen Äste sind so ausladend, dass sie zum Teil abgestützt werden müssen. Bemerkenswert sind auch die in langen Bündeln herabhängenden Luftwurzeln, die dichte Vorhänge bilden.


Am Waldrand entlang der Straßen außerhalb der Orte finden sich einzelne oder in Gruppen stehende Eukalyptusbäume (Eucalyptus globulus) und in den Vorgärten oder kleinen Stadtparks Sträucher des Zylinderputzers (Callistemon citrinus), der Erdbeer-Guave (Psidium littorale, Syn. Psidium cattleianum) oder der Kirschmyrte (Syzygium paniculatum). Als Park- und Straßenbaum wächst in Ponta Delgada auf São Miguel und in Horta auf Faial gelegentlich  auch die Myrtenheide (Melaleuca linariifolia), die mit dem australischen Teebaum (Melaleuca alternifolia) verwandt ist. Seltener findet man die echte Myrte (Myrtus communis). Bei unserem Besuch entdeckten wir lediglich einen kleinen Strauch im Park Jardim Antonio Borges in Ponta Delgada auf São Miguel sowie eine Myrtenhecke an der Largo Mártires da Pátria im gleichen Ort.


Wesentlich vielfältiger ist die Artenvielfalt der Myrtengewächse in den großen Parks und botanischen Gärten. Hier wachsen Exemplare zu gewaltigen Bäumen heran, die man sonst bestenfalls als Kübelpflanze kennt. Besonders sehenswert sind der Jardim Antonio Borges und der Jardim Botanico José do Canto.


Im Terra Nostra Garden in Furnas auf São Miguel gibt es neben vielen anderen faszinierenden Pflanzen auch eine Reihe von Myrtengewächsen. Leider war die auf der Website des Gartens gelistete Myrtus lechleriana trotz intensiver Suche mit Unterstützung des freundlichen und sehr entgegenkommenden Gartenpersonals nicht mehr aufzufinden.




 

Besucher

Heute 7

Gestern 78

Monat 2666

Insgesamt 322755

Kubik-Rubik Joomla! Extensions

Seiteninfos

Letzte Aktualisierung der Seite:
Dienstag, 11.06.2019

Alter der Website:
16 Jahre, 9 Monate, 23 Tage
oder 6140 Tage


responsive Design

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok