Vermehrung - Stecklinge

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Stecklinge

Schneller als die Aussaat führt die Stecklingsvermehrung zum Erfolg. Stecklinge können das ganze Jahr über gesammelt werden. Die Bewurzelung in Wasser ist problemlos und deshalb vorzuziehen. Die Stecklinge sollten leicht verholzt und ca. 10 - 20 cm lang sein. Sofort nach dem Schneiden stellt man sie in Wasser. Die Zeit bis zur Bewurzelung und die Erfolgsquote hängen stark von der Jahreszeit und dem Zustand der Stecklinge ab. Frische Stecklinge, die im Sommer geschnitten wurden bewurzeln sich in ca. 3 Wochen mit einer Erfolgsquote von etwa 90%. Sind die Stecklinge 12 Stunden alt (z.B. beim Sammeln in der Natur) sinkt der Erfolg auf 40%. Im Winter kann die Dauer durchaus 3 Monate betragen. Die Erfolgsquote sinkt dann selbst bei frischen Stecklingen auf etwa 70%.

Bei der Stecklingsvermehrung ist es genau umgekehrt wie bei der Aussaat - Zimmer-Myrten der Sorte "Microphylla" bewurzeln sich leichter und schneller als Stecklinge der Wildform.

Zur Vorbereitung entfernt man an den Stecklingen die Blätter in dem Bereich, der im Wasser steht. Die Schnittfläche sollte möglichst groß sein, also schräg anschneiden. Noch besser ist es, den Zweig, der als Steckling dienen soll, vom Ast, an dem er sich befindet, abzureißen und ein Stück des sogenannten Bartes stehen zu lassen. Außerdem sollte die Spitze etwas eingekürzt werden, um die Blattmasse und damit die Verdunstung zu verringern.

 

Steckling
frisch abgerissene Stecklinge

Stecklinge
Blätter im unteren Bereich entfernt und Spitzen eingekürzt

Stecklinge
links: Abrissstelle mit sogenanntem "Bart"
rechts: "Bart" eingekürzt


Wurzel
nach ca. 3 Wochen

Wurzel
nach ca. 2 Monaten

 

Es sollten dunkle Gefäße zur Eindämmung der Algenbildung verwendet werden, was aber im Sommer wegen der kurzen Bewurzelungszeit nicht unbedingt erforderlich ist. Als Standort empfiehlt sich ein warmer, heller Platz im Zimmer, der jedoch ohne direkte Sonneneinstrahlung ist. Die Verwendung von Leitungswasser zur Keimeindämmung und die Zugabe zerriebener Holzkohle wirken sich günstig aus. Sobald sich die ersten Wurzelspitzen zeigen, sollte das Wasser nicht mehr gewechselt werden, da es sonst zu einer Stockung der Wurzelbildung kommt. Nach dem Eintopfen kann das verbliebene Wasser, sofern es nicht durch Algen verunreinigt ist, für weitere Stecklinge verwendet werden. Die offenbar von der Pflanze abgegebenen Substanzen wirken sich positiv auf die Bewurzelung aus. Haben sich genügend Wurzeln gebildet, ist die Umstellung auf Erde problemlos. In der ersten Zeit sollten die Pflanzen schattig gestellt und etwas stärker gegossen werden.

Zur Vermehrung in Erde steckt man mehrere Stecklinge an den Rand eines Blumentopfes in ein übliches Vermehrungssubstrat (im Handel erhältlich). Dann stülpt man einen Plastikbeutel oder ein Glas über den Topf und stellt ihn an einen hellen, nicht sonnigen Platz. Eine möglichst gleichbleibende Temperatur von 16 - 21 °C sorgt zusätzlich für ideale Wachstumsbedingungen. Dass die Pflanzen beginnen zu wurzeln erkennt man daran, dass sie anfangen zu wachsen. Etwa 3 Wochen später pflanzt man sie einzeln in Töpfe in die für ausgewachsene Pflanzen empfohlene Erde. Danach werden die Jungpflanzen wie große Exemplare behandelt, allerdings sollte man mit dem Schneiden einige Zeit warten, damit sich die Pflanzen ausreichend gestärkt haben.

 

 

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Mittwoch, 10.07.2019

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